Sicher fahren und transportieren
Pressemitteilung
GDA-Arbeitsprogramm »Sicher fahren und transportieren« startet am 1. Februar 2010
Ziel: 25 Prozent weniger Unfälle in Betrieben und im öffentlichen Verkehr
(Frankfurt am Main, 21.12.2009)
Die Häufigkeit von Arbeitsunfällen bis 2012 um 25 Prozent zu verringern – das ist ein Hauptziel der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA). Auch in ihrem Arbeitsprogramm »Sicher fahren und transportieren«, das am 1. Februar 2010 beginnt, fasst die GDA diesen Wert ins Auge. Die GDA schließt sich damit den Präventionszielen
der EU-Kommission für diesen Zeitraum an.
Der innerbetriebliche Transport weist überdurchschnittlich hohe Unfallzahlen auf, wie die Unfallstatistiken der gewerblichen Berufsgenossenschaften zeigen. Die gleiche Situation stellt sich in Auswertungen für den Transport im öffentlichen Straßenverkehr dar.
Diese Zahlen will das Arbeitsprogramm »Sicher fahren und transportieren« durch gezielte Beratung der Unternehmen deutlich verringern. Die Arbeitsschutzexperten von Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und der staatlichen Aufsicht werden dabei abgestimmt und arbeitsteilig vorgehen, um ein optimales Ergebnis bei möglichst geringem Zeitaufwand für die Unternehmen zu erreichen.
Mit Hilfe von dreizehn Gesprächsleitfäden zu Einzelthemen des Programmschwerpunkts werden Arbeitsschutzexperten bis Ende 2012 in 80.000 Betriebsbesuchen Fragen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz direkt mit den Verantwortlichen erörtern. Die Leitfäden können und sollen auch unabhängig von einer Betriebsbesichtigung zur Überprüfung und Verbesserung der Sicherheit beim Fahren und Transportieren genutzt werden, insbesondere von kleineren und mittelgroßen Unternehmen.
Darüber hinaus werden Sicherheitsfachkräfte und Betriebsärzte gebeten, die Gesprächsleitfäden im Rahmen ihrer Beratungstätigkeit in den Betrieben zu nutzen und so die Ziele der GDA zu unterstützen.
Die Gesprächsleitfäden können ab sofort auf der Website der GDA heruntergeladen werden (http://www.gda-portal.de/gdaportal/de/Arbeitsprogramme/Transport.html).
Das Arbeitsprogramm beginnt am 1. Februar 2010 und erstreckt sich über drei Jahre bis Ende 2012. Eine Evaluation zur Überprüfung der Ergebnisse soll 2013 erfolgen.
Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) ist die von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern gemeinsam getragene, bundesweit geltende Arbeitsschutzstrategie. Sie hat das Ziel, Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten durch einen abgestimmten und systematisch wahrgenommenen Arbeitsschutz - ergänzt durch Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung - zu erhalten, zu verbessern und zu fördern. Bund, Länder und Unfallversicherungsträger handeln im Bereich der Prävention künftig in noch engerer Abstimmung und auf der Grundlage gemeinsam festgelegter Arbeitsschutzziele. Die Zusammenarbeit der Aufsichtsdienste bei der Beratung und Überwachung der Betriebe wird verbessert, das Vorschriften- und Regelwerk im Arbeitsschutz wird anwenderfreundlicher und transparenter.
Ansprechpartner bei der Eisenbahn-Unfallkasse:
Dipl.-Ing. (FH) Matthias Böhm, Eisenbahn-Unfallkasse, Außenbüro Nordost-Berlin, Kaiserdamm 100, 14057 Berlin,
Tel.: 030 29330638, E-Mail: boehm(at)euk-berlin.de


